Künstliche Befruchtung

Die künstliche Befruchtung in Tschechien , resp. IVF (In-Vitro-Fertilisation) ist eine Behandlungsmethode, bei der Eizellen außerhalb des Mutterkörpers (in-Vitro) befruchtet und anschließend in die Gebärmutter übertragen werden. Die künstliche Befruchtung dient zur Behandlung der primären und sekundären Sterilität (Unfruchtbarkeit).

ALLGEMEINE INFORMATIONEN

Die gesetzliche Altersgrenze liegt in der Tschechischen Republik bei 49 Jahren, d.h. ab einem Tag nach dem 49. Geburtstag der Frau darf keine künstliche Befruchtung oder andere Kinderwunschbehandlung mehr durchgeführt werden.

Häufigste Ursachen der Unfruchtbarkeit bei Frauen:

  • Hormonelles Ungleichgewicht – Eizellen reifen nicht oder werden nicht freigesetzt, Entwicklung der Gebärmutterschleimhaut ist gestört und Einnistung des Embryonen wird behindert
  • Schlechte Konsistenz des Zervixschleims – Spermien können nicht durchdringen
  • Eileiterverschluss infolge von Entzündung, Operationen, Endometriose, Sterilisation oder angeborener Fehlbildung – Transport der Eizelle durch den Eileiter ist beeinträchtigt oder unmöglich
  • Gestörte Schilddrüsenfunktion
  • Hyperprolaktinämie

Häufigste Ursachen der Unfruchtbarkeit bei Männern:

  • Störung der Samenbildung
  • Verminderte Spermienbeweglichkeit
  • Störung des Samentransports (Samenleiter undurchlässig)
  • Störung der sexuellen Funktionen
  • Systemkrankheiten (Diabetes, Schilddrüsenerkrankung, u.a.)

Die gesamte Behandlung umfasst 4 Termine (Beratungsgespräch, US-Untersuchung der Follikelreifung, Eizellentnahme/-Befruchtung, Embryotransfer). Alternativ kann die Untersuchung der Follikelreifung durch den Frauenarzt im Heimatort erfolgen und somit wären lediglich 3 Termine in unserer Klinik erforderlich.

KOSTEN

Die Kosten für die IVF-Behandlung mit ICSI betragen 3.200 EUR – dies ist der Preis für die komplette Behandlung (Beratungsgespräch inkl. Ultraschall-Untersuchung, jegliche Medikamente der Stimulation, Untersuchung auf STD - sexuell übertragbare Krankheiten, Eizellentnahme und Vollnarkose, Befruchtung mit ICSI, Embryokultivierung bis 72h, Embryotransfer inkl. Echokatheter).

Mögliche Zusatzkosten:

  • Spermiogramm: 100 EUR
  • Verlängerte Kultivierung (bis 120h): 200 EUR

Die Kosten weiterer medizinischer Leistungen und hilfreiche Hinweise finden Sie in unserer Preisliste.

Falls Sie z.B. aufgrund der fehlenden Kostenbeteiligung Ihrer Krankenversicherung an Ihrer Kinderwunsch-Behandlung behindert werden, besteht auch die Möglichkeit einer Ratenzahlung, z.B. IVF-Behandlung mit ICSI 3.200 EUR:

  • Sie zahlen monatlich 292 EUR für einen Zeitraum von 12 Monaten.
  • Sie zahlen monatlich 154 EUR für einen Zeitraum von 24 Monaten.
  • Sie zahlen monatlich 86 EUR für einen Zeitraum von 48 Monaten.
Voruntersuchungen

Wir bitten unsere Patientinnen, das hormonelle Profil im Blut vorab aufnehmen zu lassen (E2, FSH, LH, Progesteron, fT4, TSH, aTPO, Prolaktin), damit die Ergebnisse rechtzeitig für das Beratungsgespräch vorliegen und eine individuelle Beratung erfolgen kann. Die Hormonwerte müssen unbedingt am 2. – 4. Zyklustag, also am Anfang der Periode untersucht werden. Weiter sollten die Ergebnisse nicht älter als 6 Monate sein.

Die Untersuchung auf sexuell übertragbare Krankheiten (STD - sexually transmitted diseases) wird in unserer Klinik durch Blutentnahme kostenlos i.R. der Behandlung sichergestellt.

Teil der Voruntersuchungen ist auch die Untersuchung des Ejakulats - Spermiogramm - zur Beurteilung der Samenqualität. Das SPG kann auch in unserer Klinik angefertigt werden, dazu empfehlen wir 2 bis 5-tägige sexuelle Enthaltsamkeit.

Beratungsgespräch

Bei dem Beratungsgespräch werden die Ursachen der Unfruchtbarkeit des betroffenen Paares ermittelt. Der Arzt stellt die Diagnose und informiert das Paar über die Behandlungsmöglichkeiten und den Behandlungsablauf.

Der Ablauf des BGs ist wie folgt: Anamnese – Auswertung der Voruntersuchungen – Untersuchung – Empfehlung zum weiteren Vorgehen.

Wenn Sie sich nach dem Beratungsgespräch für die Behandlung entscheiden, werden Sie mit Medikamenten ausgestattet und über die Medikation aufgeklärt. Die genaue Medikation können Sie anschließend auch aus dem Stimulations-Protokoll entnehmen, dass individuell vom Facharzt für Sie erstellt wird.

Stimulation

Im natürlichen Zyklus der Frau entwickeln sich in den Eierstöcken (Ovarien) mehrere Eizellen, jedoch nur eines davon reift aus. Dessen Entwicklung, Ausreifung und Freigabe aus dem Ovarium (Ovulation) wird von den Hormonen der Hypophyse gesteuert. Um die Erfolgsquote der Behandlung zu erhöhen, erfolgt bei der künstlichen Befruchtung eine hormonelle Stimulation, damit in den Eierstöcken mehrere Eizellen entwickeln werden und vor allem reifen.

Aus dem Beratungsgespräch wird hervorgehen, welches Stimulationsprotokoll für Sie geeignet ist, um ein optimales Ergebnis zu erzielen, sprich möglichst viele reife Eizellen gewonnen werden können.

Während der Stimulation ist eine Ultraschall-Untersuchung der Eierstöcke (Follikelreifung – Anzahl und Messung der Eibläßchen, in denen die Eizellen reifen) und der Gebärmutterschleimhaut (Schleimhauthöhe) erforderlich, um das Ergebnis der Stimulation verfolgen zu können. Die US-Untersuchung kann bei Ihrem Frauenarzt erfolgen. Wir bevorzugen aber die US-Untersuchung bei uns durchführen zu lassen. Je nach Befund erfolgt die Eizellentnahme wenige Tage nach dieser Untersuchung.

Die Medikamente zur Stimulation der Eierstöcke werden in Form von Spritzen verabreicht. Die Injektionen können im Heimatort der Patientin vom praktischen Arzt, Gynäkologen oder von der Patientin selbst (unter die Haut) bzw. vom Partner/Ehemann verabreicht werden. Die Verabreichung der Spritzen ist nicht schlimm, es handelt sich nur um kleine Nadeln, die unter die Haut gespritzt werden.

Eizellentnahme

Sobald die Follikel die nötige Reife erreicht haben, wird der Eisprung ausgelöst und die Eizellen entnommen (OPU – Ovum Pick up).

Am selben Tag werden die gewonnenen Eizellen befruchtet. Dazu kann eine frische Samenabgabe geleistet werden oder die Befruchtung erfolgt durch kryokonservierten Samen, wenn zuvor eine Samenprobe zur Kryokonservierung abgegeben wurde (z.B. nach dem Beratungsgespräch). Vor der Samenabgabe wird 2 bis 5-tägige sexuelle Enthaltsamkeit empfohlen.

Embryotransfer

Nach der Befruchtung werden die Embryonen mindestens 3 Tage kultiviert (bzw. bis zu 5 Tage, sog. verlängerten Kultivierung).

Wenn die Embryonen ein geeignetes Entwicklungsstadium erreicht haben, werden diese in Ihre Gebärmutter eingebracht (meist 2 Embryonen). Der Transfer erfolgt schmerzlos unter US-Kontrolle mithilfe eines speziellen Echokatheters.

Falls mehr als für den Transfer vorgesehene Embryonen zur Verfügung stehen und diese eine gute Qualität aufweisen, können die überzähligen Embryonen auf Wunsch kryokonserviert/vitrifiziert und evtl. für weitere Transfers verwendet werden, sog. Kryoembryotransfer.

Nach dem Transfer empfehlen wir 30-45 Minuten auf dem Bett zu verweilen. Nach dieser Ruhezeit kann ohne Bedenken die Heimreise angetreten werden.

14 Tage später wird das Ergebnis mit einem Schwangerschaftstest (Urintest aus der Apotheke) oder durch hCG-Messung im Blut ermittelt.

ICSI

Die ICSI (Intrazytoplasmatische Spermieninjektion) ist eine Methode der künstlichen Befruchtung, bei der die Spermie des Mannes direkt in die Eizelle mit Hilfe einer feinen Kanüle eingespritzt wird.

Nach der Samenabgabe werden zunächst geeignete Spermien (nach deren Aussehen und Beweglichkeit) ausgewählt und anschließend in die Eizelle injiziert.

Mit Hilfe der ICSI können mehr Eizellen erfolgreich befruchtet werden.

Alternativ führen wir die neue PICSI-Methode durch, wobei die Spermien zusätzlich einem Funktionstest unterzogen werden.

ERFOLGSRATE

Unsere Klinik verfügt über ein eigenes spezialisiertes Labor. Das ist Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg der Klinik ISCARE. Dank der Kenntnisse und Erfahrungen unseres Labors und des medizinischen Fachpersonals konnte eine Erfolgsrate iHv 37-48% erreicht werden.

Alter der Frau 20-30 Jahre 31-38 Jahre 39-40 Jahre
Anzahl der Embryonen/Transfer i.D. 1,3 Embryonen 1,3 Embryonen 1,3 Embryonen
Erfolgsquote i.D. 48%* 41%* 37%*

*Durchschnittliche Erfolgsrate eines Blastozystentransfers (5-tägige Embryonen).

Gleichzeitig ist es gelungen, die Anzahl der Mehrlingsschwangerschaften effektiv zu verringern. Die Mehrlingsschwangerschaft ist eine Komplikation der künstlichen Befruchtung und stellt ein Risiko sowohl für Mutter als auch die Föten/Kinder dar.

Langfristig verfolgen wir zwei Ziele zugleich, die Erfolgsrate der Eizellspende ständig zu verbessern und die Anzahl der Mehrlingsschwangerschaften zu minimieren.

Durch Anwendung moderner Labormethoden kann die Erfolgschance Ihrer IVF-Behandlung bedeutend erhöht werden.

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